SPRACHE ALS BASIS MENSCHLICHER KOMMUNIKATION

Neurologie Symptome


Hat ihr Angehöriger nach einem Schlaganfall, einer Gehirnblutung, einem Schädel-Hirn-Trauma oder einer anderen neurologischen Erkrankung Schwierigkeiten sich mitzuteilen? Oder sich sprachlich zu strukturieren? Sucht er lange nach bestimmten Wörtern? Bricht er die Sätze unvollständig ab?  Verwechselt er Wörter oder fehlen ihm Wörter?

Fehlen Buchstaben oder Silben? Ergeben die Wörter oder Sätze keinen Sinn mehr?

Versteht er nicht mehr, was Sie ihm sagen? Oder braucht er länger als zuvor um Sie zu verstehen?

Zeigt er artikulatorische Suchbewegungen, aber kann auf die Wörter nicht mehr zugreifen?

Kann er Wörter nicht mehr korrekt aussprechen? Klingt die Artikulation undeutlich, nasal oder ist verlangsamt? Ist die Stimme heiser? Ist die Atmung beim Sprechen erschwert?

Verschluckt sich Ihr Angehöriger beim Essen oder Trinken? Kann er den Speichel nicht mehr so gut kontrollieren oder verschluckt sich am eigenen Speichel?

Hustet er während oder nach dem Essen? Hören Sie auffällige Atemgeräusche während oder nach dem Essen?

Sind Lähmungen oder Einschränkungen in der Beweglichkeit einer Gesichtshälfte zu beobachten?

Folgen einer neurologischen Sprachstörung


Von einer Sprach- und Sprechstörung (Aphasien, Sprechapraxien, Dysarthrien) sind betroffene Angehörige und deren Kommunikationspartner häufig frustriert, weil die Kommunikation erschwert ist. Oft zieht sich der Angehörige zurück und kommuniziert nur noch ungern, die Kommunikation in der Öffentlichkeit ist ihm peinlich und er zieht sich vollkommen aus dem sozialen Leben zurück.


Eine Schluckstörung kann im schlimmsten Fall zum Ersticken oder zu einer Aspiration und damit einer Lungenentzündung führen. Häufig bekommen Patienten Angst vor dem Schlucken und verlieren den Appetit. Es tritt Gewichtsverlust auf oder die Patienten wollen nicht mehr in der Öffentlichkeit essen.

Inhalte  des Sprach- bzw. Sprechtrainings


Ziel ist die Wiederherstellung der Alltagskommunikation oder je nach Ausmaß der Störung das Erlangen des vorherigen Sprachstandes.


Die rezeptiven und expressiven Sprachleistungen des Patienten werden individuell gefördert sowie alternative Kommunikationswege und –möglichkeiten gemeinsam erarbeitet. Das geschieht über Übungen in den verschiedenen sprachlichen Modalitäten wie Lesen, Schreiben, Sprachverstehen, Benennen und in der spontanen Sprache.


In Bezug auf das Schlucken ist das Ziel die Wiederherstellung der für das Schlucken notwendigen Funktionen (Kauen, Spüren, orale Kontrolle, Kehlkopfhebung) , das Entwickeln von Ersatzstrategien oder –techniken oder die Anpassung der Umwelt (Veränderung der Kostform, Möglichkeiten der Essbegleitung oder von Ess- und Trinkhilfen).

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